9. Mai 2026
Das Institut für Bildung und Entwicklung der Konfliktbewältigung mit friedlichen Mitteln (I.E.F.) hat sich aktiv an der Lösung nationaler Umweltkrisen beteiligt. Die Stiftung unterstützte das Bürgerservicezentrum des Büros des Ständigen Sekretärs im Amt des Premierministers (OPM) mit ihrer wissenschaftlichen Expertise und innovativen Ansätzen bei der Ausrichtung einer öffentlichen Anhörung. Bei der Veranstaltung im Kantary Bay Hotel im Bezirk Mueang, Provinz Rayong, ging es um die gemeinsame Bewältigung der Einleitung von Abwässern und Ölteppichen ins Meer.


Das Forum fand im Rahmen des OPM-Projekts für das Haushaltsjahr 2026 zur Förderung der Bürgerbeteiligung und Beziehungspflege statt. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Herrn Nopporn Boonkaew, dem stellvertretenden Ständigen Sekretär im Amt des Premierministers. Seine Anwesenheit unterstreicht das nachdrückliche Engagement der Regierung und des OPM, die Not der Bürger in wichtigen Wirtschafts- und Tourismusregionen zu lindern, die stark von den Schäden an den Meeresökosystemen und der Fischerei betroffen sind. Über 80 Vertreter relevanter Institutionen – darunter das Department of Pollution Control, das Marine Department, lokale Verwaltungsbehörden sowie zivilgesellschaftliche Netzwerke – nahmen an der Veranstaltung teil.



Als wissenschaftlicher Partner führte die I.E.F.-Stiftung die Methodik des „Restorative Justice Circle“ (Gesprächskreis zur wiederherstellenden Gerechtigkeit), die von Frau Prakairatana Thontiravong entwickelt wurde, als zentrales Element in den Ablauf des Forums ein. Dieser innovative Interaktionsansatz ist in drei strikte Phasen unterteilt: Vorbereitung, ein fünfstufiger Gesprächskreis und die Ausarbeitung einer Vereinbarung. Ziel war es, einen „sicheren Raum“ zu schaffen, in dem alle Beteiligten ohne Vorurteile und Schuldzuweisungen in einen konstruktiven Dialog treten konnten.


Ein wesentlicher Mechanismus, den die Stiftung bei der OPM-Veranstaltung anwandte, war die Regel des „Redestabs“ (Talking Stick). Dieses symbolische Instrument garantiert das Recht auf gleichberechtigtes Sprechen. In Kombination mit der Praxis des „Tiefen Zuhörens“ (Deep Listening) ermöglichte es den betroffenen Gemeinden, Wirtschaftsvertretern und staatlichen Behörden, tiefgreifende Konflikte zu entschärfen und dem Leid der jeweils anderen Seite wahrhaftig Gehör zu schenken.

Der Erfolg dieses Forums zeigte sich in konkreten Ergebnissen: Es gelang, das Paradigma der Zivilgesellschaft entscheidend zu awandeln – von bloßen „Beschwerdeführern“ hin zu aktiven „Partnern bei der Problemlösung“ an der Seite des Staates. Darüber hinaus beschloss die Versammlung gemeinsam die Gründung und Benennung des „Wachsamen Abwasser-Überwachungsnetzwerks Rayong“. Dieses soll künftig als langfristiger Mechanismus zur Überwachung und Koordination dienen. Ebenso wurde ein Aide-Mémoire (Erinnerungs- und Absichtserklärung) unterzeichnet, um als verbindliche Kooperationszusage die Meeresumwelt von Rayong ernsthaft zu schützen und zu sanieren.


Die I.E.F.-Stiftung ist zutiefst erfreut und stolz darauf, das OPM bei der Transformation von Umweltkonflikten hin zu einer partizipativen Problemlösung zu unterstützen. Es besteht die große Hoffnung, dass dieses Kooperationsmodell als wesentliches Fundament für das nachhaltige Wachstum einer Grünen Wirtschaft (Green Economy) dienen wird. Im nächsten Schritt wird das OPM die auf dem Forum gewonnenen Erkenntnisse und Empfehlungen bündeln und dem Premierminister vorlegen, um darauf aufbauend entsprechende Lösungsmaßnahmen auf nationaler politischer Ebene zu verankern.